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Dieser Blog - geboren am absoluten Tiefpunkt meines Lebens, mitten im Burnout - ist seit über einem Jahr mein treuer Begleiter. Zunächst befüllt mit Eindrücken und Wahrnehmungen im Rahmen der Erkrankung wird er nun immer mehr zum Ausdruck dessen, was mich täglich so begeistert und bewegt - dazu gehört auch mein neuer Job in einer Outplacement-Beratung. Schön dass Ihr hier seid. Habt Spaß beim Lesen!!

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Hoffnung

TeamworkHeute war Tag 8, Tag 8 nach meiner zwei monatigen Arbeitsunfähigkeit. Tag 8 im neuen Job. Und die Hoffnung begleitet mich tagtäglich. Hoffnung, die mir im Moment sogar sehr richtig erscheint. Richtig, weil es wirklich viele tolle Momente in den letzten Tagen gegeben hat. Ich bin abends zwar oft müde, aber es gab noch keinen Tag, an dem ich wirklich betrübt aus dem Büro gegangen bin. Im Gegenteil. Eher mit froher Erwartung auf den nächsten Tag. Erwartung auf das, was kommt. Im Hinterkopf natürlich immer noch ein wenig das ungute Gefühl, die Fragezeichen, die Zweifel, dass das was kommt, wieder so wird, wie es beim Vorarbeitgeber war. Dass die Stimmung wieder mies wird. Dass Verheimlichungen auftreten. Dass die Kommunikation wieder nachlässt. Dass man nur ausgebeutet wird. Verletzt wird. So war es beim Vorarbeitgeber. Ich weiß, dass es stressig werden wird. Dass es auch Konflikte geben wird. Aber dafür muss ich gewappnet sein. Mich selbst und meine Gesundheit nicht wieder aus den Augen verlieren. Nicht vergessen, was ich gelernt habe. Gestern hatten wir einen halbtägigen Workshop mit dem Bereich. Allein so etwas hatte ich zuvor nie erleben dürfen. Das war genial. Wir sind auch alle per Du. Auch mit unserem Chef. Man fühlt sich ein Stück weit zuhause. Vertraut. Schon am 8. Tag. Das ist toll. Die Angst bleibt trotzdem. Die Angst, dass es bald nicht mehr so sein könnte. Ich bin weit stärker als vor ein paar Wochen, absolut nicht mehr so verletzlich. Dennoch bleibt die Angst, sich bald wieder so fühlen zu können. Und das ist wahrscheinlich auh gut. Das schützt mich selbst. Ich muss mir gerade viel selbst erarbeiten. Meine Kollegin in Teilzeit ist mir da keine große Hilfe. Sie versucht sich selbst und unserem Bereichsleiter zu zeigen, dass sie an Fehlern, die in den letzten Jahren passiert sind, nicht beteiligt war. Was sie aber war. Das ist für mich nicht ganz einfach. Ich finde es daneben -auch wenn es vielleicht menschlich ist. Es ist einfach nicht meine Art. Für mich ist Ehrlichkeit und das Stehen zu Fehlern das A und O. Was ist denn auch dabei? Was war, können wir eh nicht ändern. Deshalb braucht man es nicht verleugnen. Wir müssen gemeinsam in die Zukunft schauen. Das ist unsere Aufgabe. Und unsere eigene Chance. Es wurde sehr sehr wenig dokumentiert. Und wenn, dann ist keine Struktur erkennbar - keine Zusammenhänge. Zum Glück habe ich beim Vorarbeitgeber bei Null anfangen müssen. Deshalb schreckt es mich nicht ab. Es beunruhigt mich noch nicht mal. Es ist aber nicht einfach, dass es meine Kollegin so beunruhigt. Davon muss ich mich abgrenzen. Bin froh, dass sie nur in Teilzeit arbeitet. Anders würde es mich wohl irgendwann sehr belasten. Morgen ist Freitag. Ich hoffe, dass morgen ein ähnlich angenehmer Tag wird, wie die bisherigen 4. Und dann ist Wochenende. Keine rettende Insel wie früher, aber trotzdem schön. Wahrscheinlich einfach das, was ein Wochenende sein sollte. Für mich noch ungewohnt. Morgen abend ist es dann soweit. Ich habe die erste ganze Arbeitswoche geschafft. Für alle anderen auch etwas ganz Gewohntes. Für mich aber ein Mini-Sieg über den Burnout. Ich habe ihn noch lange nicht ganz unter Kontrolle. Aber langsam, ganz langsam werde ich die Oberhand zurück gewinnen.

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A
Angst ist zwar ein guter Begleiter, aber nicht auf Dauer. Wenn man das Gefühl der Angst zu stark und dauerhaft zulässt, dann bremst das nur bei seinen eigenen Unternehmungen und man hat dann<br /> letztendlich nicht mehr die Kraft seine Ziele zu verfolgen.
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