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Dieser Blog - geboren am absoluten Tiefpunkt meines Lebens, mitten im Burnout - ist seit über einem Jahr mein treuer Begleiter. Zunächst befüllt mit Eindrücken und Wahrnehmungen im Rahmen der Erkrankung wird er nun immer mehr zum Ausdruck dessen, was mich täglich so begeistert und bewegt - dazu gehört auch mein neuer Job in einer Outplacement-Beratung. Schön dass Ihr hier seid. Habt Spaß beim Lesen!!

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Leichtigkeit

wingsWarum fällt es mir so schwer, wirklich loszulassen? Warum kämpfe ich schon so lange? Für alles, für jeden, für meinen Weg, für Anerkennung, für Respekt, für Wertschätzung, für Harmonie? Irgendwie kann ich mich gar nicht daran erinnern, wann ich in meinem Leben mal eine Phase hatte, in der ich einfach alles habe auf mich zukommen lassen. Irgendwie suche ich mir auch oft Menschen für mein Leben aus, die froh sind, dass ich kämpfe, die froh sind, dass sie sich neben mir einfach zurücklehnen können, weil sie wissen, dass ich es schon machen werde. Ich mich schon kümmern, sorgen und im Notfall auch den Karren aus dem Dreck ziehen werde. Das geht bishin zum Vorgesetzten und Partner. Aber ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass ich jemals, auch nicht in der Kindheit, jemanden an meiner Seite oder hinter mir stehen hatte, wo ich tatsächlich einmal nichts tun musste. Mich einfach fallen lassen konnte und jemand für mich gesorgt hat. Im Rahmen meiner Therapie in Form der Heilhypnose sind wir auch immer wieder zurück in die Kindheit gegangen. Die einzigen Menschen, die dort auftauchten, als sorgende, verantwortungsbewusste Menschen, sind meine Großeltern. Leider hatte ich nie viel Zeit mit Ihnen. Und trotzdem, haben sie für mein Leben eine enorme Bedeutung. Bei Ihnen hatte ich als einziges das sogenannte Urvertrauen gespürt. Nie davor und nie danach und nie bei irgendwem anderen. Wobei ich sagen muss, dass es Freunde gibt, bei denen es stark in diese Richtung geht. Und dafür bin ich zutiefst dankbar.

Jetzt, wo der Burnout und seine Symptome langsam aber sicher immer ein Stückchen weiter weg rückt, auch wenn der Kampf dagegen nie vorbei sein wird, hat leider schon ein neuer Kampf begonnen, der Kampf zurück in meinen Beruf, der Kampf um einen neuen Arbeitsplatz. Ich hoffe, dass ich nebenher angemessen auf mich achten kann, um nicht wieder einen Rückfall zu erleiden, nicht wieder zu vergessen, was wirklich wichtig ist im Leben: Gesundheit und Glücklichsein. Und beides benötigt ein großes Stück Leichtigkeit und Vertrauen in mich selbst.

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