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Dieser Blog - geboren am absoluten Tiefpunkt meines Lebens, mitten im Burnout - ist seit über einem Jahr mein treuer Begleiter. Zunächst befüllt mit Eindrücken und Wahrnehmungen im Rahmen der Erkrankung wird er nun immer mehr zum Ausdruck dessen, was mich täglich so begeistert und bewegt - dazu gehört auch mein neuer Job in einer Outplacement-Beratung. Schön dass Ihr hier seid. Habt Spaß beim Lesen!!

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Männer, die Frauen verstehen...

Ruhe

 

..wollen wir die wirklich?

Ich habe heute im Wartezimmer einer Arztpraxs einen Artikel über die Generation der "Weichen Männer" gelesen. Dieser war wirklich interessant und für mich bei all der Warterei ein gefundenes Fressen. Und er hat mich zum Nachdenken gebracht. Der Mann unserer Generation wurde hier als rücksichtsvoll, bedacht, aber auch schwach, nervös, unsicher und gehemmt, beschrieben. Er achtet auf Bioprodukte, cremt, parfümiert und pudert und macht im schlimmsten Fall gerade Diät. Ich kenne auch solche "Herren der Schöpfung" und sie sind für mich zum Teil noch ein kleines Rätsel. Sie lassen einen als Frau immer entscheiden, weichen Diskussionen aus, lügen lieber als es auf einen Streit ankommen zu lassen (der dann da Frau ja nicht blöd ist, sowieso folgt) und bezeichnen dies als rücksichtvoll. Sie strahlen in der Gegenwart der Freundin jedes andere weibliche Wesen von der Supermarktkasse bis hin zur Friseurin an, sind immer höflich, egal  was ihnen an den Kopf geworfen wird - weil sie einfach so gutmütig sind. Manche von ihnen haben kein eigenes Standing, keine festen Ziele, sagen bei Person A A und bei Person B eben B. Haben irgendwie ihre eigene Rolle und Meinung im Leben noch nicht gefunden. Sie sind immer auf der Suche und führen trotzdem ein sehr routiniertes Leben - denn das ist viel einfacher als Veränderung. Können sich nicht festlegen. Deshalb sagen sie auch lieber "Ich hab mag Dich" oder "Ich habe Dich lieb" anstelle von dem doch sehr zielführenden aber doch bindenden "Ich liebe Dich". Das sind auch oft die Herren, die mit sich irgendwie unzufrieden sind. Zuwenig ihre Freunde treffen, zuwenig auf die Ernährung achten, zuwenig Sport machen etc. Aber darüber reden sie nicht. Denn sie möchten ihren Freundinnen ja nicht ihre Probleme antun. Tun es dann aber trotzdem, denn irgendwann - wenn das Leid für sie zu groß wird - fangen sie an zu jammern oder lassen ihre Laune an der Freundin aus. Kommt es dann tatsächlich mal zum mit allen Mitteln zu verhindern versuchten Streit, ist der Ofen ganz aus. Vor allem im Bett. Denn, Mann dieser Spezies, ist durch den Streit einfach tief getroffen, schmollt vor sich hin und das über Tage bzw. Nächte. Er wühlt sich lieber in seinem Selbstmitleid als mit der Freundin durch die Laken. Und Frau? Frau hat das Problem, im Sinne der Emazipation in den letzten Jahren aufgeholt und diese Männer irgendwie auch überholt zu haben. Frau kämpft Tag für Tag für Ansehen im Beruf , in der Gesellschaft und um die Organisation von Kind, Haushalt, Partnerschaft, Familie und sich selbst. Damit wachsen auch die Ansprüche an eine Beziehung auf Augenhöhe. Manche Männer, die es allem und jedem, im Prinzip besonders sich selbst Recht machen wollen, brechen da irgendwie weg. Fallen durchs Raster. Klar brauchen und wollen wir Männer, die Frauen verstehen. Gerne auch die Türe aufhalten - auch wenn wir das selbst können - und uns in den Mantel helfen, um uns dann zum Essen auszuführen. Natürlich. Sogar sehr gerne. Aber bitte Männer: Bleibt trotzdem, das was ihr seid: MÄNNER

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