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Dieser Blog - geboren am absoluten Tiefpunkt meines Lebens, mitten im Burnout - ist seit über einem Jahr mein treuer Begleiter. Zunächst befüllt mit Eindrücken und Wahrnehmungen im Rahmen der Erkrankung wird er nun immer mehr zum Ausdruck dessen, was mich täglich so begeistert und bewegt - dazu gehört auch mein neuer Job in einer Outplacement-Beratung. Schön dass Ihr hier seid. Habt Spaß beim Lesen!!

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Zufall

HiRes-Kopie-1..oder kein Zufall...das ist hier die Frage. Seit vier Wochen arbeite ich nun in meinem neuen Job. Nach meinem Burnout-Rückfall wegen dem ich 4 Monate krank geschrieben war. Die Aufgaben sind genau passend. Das Team an sich auch. Es ist eine kunterbunte Mischung aus verschiedenen Persönlichkeiten. Es ist wirklich von allem etwas dabei. Einer, der nicht wirklich gern und viel arbeitet, der es aber hinbekommt, dass es nicht offensichtlich auffällt. Sein direkter Kollege fängt dies perfekt auf - arbeitet damit aber an der Leistungsgrenze und kompensiert dies durch seinen leicht schwarzen Humor - den irgendwie nur ich verstehe - und ich schätze ihn auch. Drei Assistentinnen - die Damen vom Grill - bei denen ich noch nicht weiß wer mit wem von Ihnen miteinander kann - auf jeden Fall gehen die Lästerattacken nur auf andere. Aber - auch sympathisch. Dann meine zwei Kollegen auf meiner Ebene - beide zufällig mal wieder männlich. Irgendwie sind Damen sogar auf der Ebene direkt unter der Führung recht dünn gesät. Wie war das noch einmal mit der Frauenquote?? Hallo - wie wollen wir denn so dort annähernd hinkommen? Einer der beiden hat noch sehr geringe ERfahrung als Personalreferent - geschweige denn Erfahrung in Projekten und lässt sich leider noch richtig von den Führungskräften ausspielen. Aber das ist noch nicht das Schlimme. Das deckt der zweite Kollege ab. Er hat bereits jahrelang Berufserfahrung - da die Abteilung aber seit 6 Monaten ohne Chef ist - hat er diesen noch mit ersetzen müssen. Und...seit ich arbeite..war er keine einzige Woche komplett bei der Arbeit. Eigentlich nur immer 3 Tage die Woche. Entweder hatte er 2 Tage Urlaub, Zeitausgleich oder war krank. Wenn er da ist, ist er kurz angebunden, sarkastisch, übergestresst und schiebt mir Arbeit ohne jegliche Erklärung und ohne jegliches Gefühl für die Menge zu. Er erwartet einfach, dass es läuft. Anscheinend dreht er manchmal auf dem Weg zur Arbeit wieder um und geht wieder nach Hause. Ja...woher kenne ich das nur? Leider kam in den letzten Tagen dann auch irgendwie die erste Bestätigung. Eine Kollegin ließ das Thema Burnout fallen... Das ist heftig. Der direkte Kollege. Der einzige, der neben mir die Berufserfahrung und auch die Qualifikation mitbringt. Fällt er aus, wird das meiste auf mich fallen. Und ich habe jetzt schon Mühe, mich abzugrenzen. Ich hoffe, dass ich das weiter hinbekomme. Es hinbekomme, auch weiterhin ab und an früher zu gehen. Ich bin ja von null auf 100 wieder in Vollzeit eingestiegen. Warum muss das gerade mir und gerade jetzt passieren? Ich möchte doch nur langfristig und nachhaltig gesund werden. Es diesmal schaffen. Ziehe ich solche Arbeitgeber an? Solche Situationen? Burnout-Patienten?

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